Bitches Brew
Chick Corea

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
1969Miles - Festiva De Juan Pins
At Fillmore: Live At The Fillmore East
Big Fun
Bitches Brew
Black Beauty: Miles Davis At Fillmore West
Circle In The Round
Double Image
In A Silent Way
It´s About That Time...
Live 1970/1973

Chick Corea, geboren am 12. June 1941 in Chelsea, Mass., schloss sich Miles 1968 an, als Herbie Hancocks Ersatz. Es war eine Übergangzeit im Jazz und für Corea. Miles überredete ihn, ein Fender Rhodes Electric Piano auf verschiedenen Plattenaufnahmen zu spielen wie: "Filles de Kilimanjaro" "In A Silent Way" und "Bitches Brew". Kurz nach diesen bahnbrechenden Aufnahmen wechselte er zu einer avantgardistischen akustischen Gruppe, Circle, ein Quartett mit Anthony Braxton, Dave Holland und Barry Altschul.
Zwei Jahre später wechselte er wiederum die Richtung und gründete Return to Forever, eine brasilianisch klingende Gruppe, mit Airto Moreira und Flora Purim. Innerhalb eines Jahres transformierten Corea und Bassist Stanley Clarke die Band in eine kraftvolle Fusion-Band mit Al DiMeola an der Gitarre und Drummer Lenny White, der mit Chick bei den "Bitches Brew" Sessions spielte. Als die Gruppe in den späten 70ern auseinanderbrach, betonte Chick wieder seine akustische Seite und tourte in separaten Duetten mit Gary Burton und Herbie Hancock, einem Quartett mit Michael Brecker, Trios mit Miroslav Vitous und Roy Haynes, und machte auch einiges an klassischer Musik.
Chick kehrte 1985 mit der Elektric Band in die Fusionszene zurück, in der John Patitucci den Bass spielte. Einige Jahre später gründete er ein akustisches Trio. In den 90ern, formierte er ein All-Star Ensemble mit Kenny Garrett und Roy Haynes, die Kompositionen von Bud Powell und Thelonious Monk interpretierten.
Seit seinen frühen Tagen mit Herbie Mann und Miles, zeigte Chick sein einzigartiges melodisches Genie. Corea´s Kompositionen "Spain" "Windows" und "Crystal Silence" sind weiterhin Jazz-Standards.


Jack DeJohnette

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
1969Miles - Festiva De Juan Pins
At Fillmore: Live At The Fillmore East
Big Fun
Bitches Brew
Black Beauty: Miles Davis At Fillmore West
Live - Evil
On The Corner
The Complete Bitches Brew Sessions
What I Say? Volume 1
What I Say? Volume 2

Geboren am 9. August 1942 in Chicago, Illinois, wurde Jack DeJohnette berühmt, als er bei Charles Lloyd eintrat, dessen Gruppe die erste Jazz-Band 1965 war, die im Fillmore Auditorum spielte. Er trat 1969 bei Miles ein und ersetzte Tony Williams. Im selben Jahr nahmen sie "Bitches Brew"  auf.
1971 endete seine Arbeit mit Miles und DeJohnette spielte in einer Serie von Gruppen gleichgesinnter Musiker und nannte seine Musik "multidirectional music". Ende der 70er / Anfang der 80er gründete er Directions, mit Alex Foster, Mike Richards, und John Abercrombie, und später New Directions, mit Lester Bowie, Eddie Gomez, und Abercrombie. Außerdem machte er 1976 Aufnahmen für das Jazz-Label ECM als Leader. Mit dem Album "Album Album" der Formation Special Edition von 1985, fand DeJohnette seinen größten Erfolg.
Keith Jarrett und DeJohnette spielten fortwährend zusammen seit ihren ersten Tagen bei Charles Lloyd. Jarrett trat 1970 bei Miles ein und spielte zwei Jahre lang Keyboards mit DeJohnette in der Rhythmus Sektion. Ein Jahrzehnt später vereinte er sich erneut mit Jarrett, diesmal mit Bassist Gary Peacock als Trio, das bis zum heutigen Tag besteht.


John McLaughlin

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
A Tribute To Jack Johnson
Aura
Big Fun
Bitches Brew
Get Up With It
In A Silent Way
Live - Evil
Live 1970/1973
On The Corner
You `re Under Arrest

John wurde am 4. Januar 1942 in Yorkshire, England, geboren. Seine Mutter spielte Violine, als er im Alter von 9 Jahren Piano lernte. Wie seine Altersgenossen inspirierte ihn der Blues und er wechselte zur Gitarre. Als er 14 Jahre alt war, interessierete er sich für den Flamenco und später entdeckte er den Jazz. Seine ersten öffentlichen Auftritte begannen in London, wo er während des "60er Blues-Booms" mit Alexis Korner, George Fame und Graham Bond spielte. Ende der 60-er wurde sein Spiel progressiver und er arbeitete mit John Surman und Dave Holland zusammen. In Deutschland versuchte er Free-Jazz mit Gunter Hampel. Sein Album "Extrapolation" mit John Surman und Tony Oxley wurde ein Meilenstein in britischer der Musik. Ein paar Monate später spielte er in der Band "Lifetime" von Tony Williams.
Das "Mahavishnu Orchestra" mit Billy Cobham an den Drums, Jerry Goodman an der Violine und Keyboarder Jan Hammer war ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere. Inspiriert von Theosophischer Lebenseinstellung und Bewunderung für den indischen Guru Snr i Chinmoy, kleidete er sich fortan in weißer Kleidung. Ein Wechsel in der Besetzung des Mahavishnu Orchestras durch Jean Luc Ponty an der Violine und Drummer Narada Michael Walden brachte aber nicht mehr den Erfolg des ersten Orchesters. Mitte der 70er Jahre formierte er mit dem Violinisten L. Shankar und Tabla-Spieler Zakir Hussain die Gruppe Shakti. Dort spielte McLaughlin mit einer speziellen Gitarre, die zusätzliche Quersaiten besaß, so daß sie einen Sitar-ähnlichen Klang erzeugte.
Mit Paco De Lucia und Al Di Meola tourte er Anfang der 80er durch die Welt und die drei begeisterten das Publikum mit irrsinnig schnellem Flamenco Stil auf ihren akustischen Gitarren. 1984 arbeitete er nach der 
Bitches Brew Zeit Anfang der 70-er wieder mal mit Miles zusammen, bei Miles' Album "You`re Are Under Arrest". Das Album "After The Rain" erwies sich 1995 als eines der erfolgreichsten Alben der letzten Jahre. Anfang der 90er war er mit einem Trio unterwegs, dass mit Trilok Gurtu an Tablas und Percussion für Furore sorgte.
1999 und 2000 bewies John erneut, dass er einer der besten Gitarristen der Welt ist. Mit "Remember Shakti" ging McLaughlin erneut mit indischen Musikern -- alle Virtuosen auf ihren Instrumenten -- und teilweise Söhne derer, mit denen John vor über 25 Jahren gespielt hatte und feierten grandiose Erfolge auf verschieden Jazz-Festivals.


Joe Zawinul
(1932 - 2007)

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Big Fun
Bitches Brew
Circle In The Round
The Complete Bitches Brew Sessions
Ken Burns Jazz
Panthalassa
The CBS Years 1955-1985 CD4 Electric
This Is Miles: Vol. 1 Acoustic Side

Als Josef Erich Zawinul am 7. Juli 1942 in Wien, österreich geboren, studierte er Musik am Wiener Konservatorium. In den 50ern war er Hauspianist bei der Plattenfirma Polydor und machte zwei Jahre später einige Aufnahmen mit dem Saxophonisten Hans Koller. 1959 wanderte er nach Amerika aus, wo er mit Maynard Ferguson tourte. Dann folgten zwei Jahre bei Dinah Washington, und 1961 begann seine Zusammenarbeit mit "Cannonball" Adderley, die 9 Jahre andauerte.
Mit seiner Komposition "Mercy, Mercy, Mercy" gewann 1966 den Grammy für die Gruppe. Ende der 60er spielte er bei Miles, und Ende 1970 gründete er mit Wayne Shorter die Jazz-Rock-Formation "Weather Report". Die "Supergroup" bestand 15 Jahre und setzte einige Meilensteine mit ihren Alben. Nach dieser Zeit befasste er sich mit Soloprojekten und war mit seinem "Syndicate" auf Tour. Sein 1997 in Deutschland aufgenommenes Album "World Tour" ist ein außergewöhnliches Beispiel für sein künstlerisches Schaffen.


Dave Holland

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
1969Miles - Festiva De Juan Pins
A Tribute To Jack Johnson
At Fillmore: Live At The Fillmore East
Big Fun
Bitches Brew
Circle In The Round
In A Silent Way
Live - Evil
Message To Love The Isle Of Wight Festival 1970

Dave wurde am 1. Oktober 1946 in Wolverhampton, Staffordshire, England geboren. Er spielt Gitarre, Piano und Bass, ist jedoch als Bassist und Cellist berühmt geworden. 1965 bis 68 studierte er an der London Guildhall School of Music and Drama und war dort der erste Bassist im College Orchestra. In der Londoner Jazz-Szene traf er auf John Surman, Kenny Wheeler, Evan Parker, Ronnie Scott und Tubby Hayes. 1968 hörte Miles ihn im "Ronnie Scott Club" und bot ihm eine Zusammenarbeit an, so dass Dave als Mitspieler auf Miles' Album "Filles De Kilimajaro" seinen Einstand gab. Er war noch Bassist bei den
beiden Alben "In A Silent Way" und "Bitches Brew", und verließ dann Miles Band mit Chick Corea. Die beiden bildeten dann mit Anthony Braxton und Barry Altschul die Gruppe "Circle". 1972 zerbrach die Gruppe, und Holland gründete mit Braxton und Sam Rivers "Conference Of The Birds". und Mitte der 70er mit John Abercrombie und Jack DeJohnette das Trio "Gateway". 1977 folgte das Solo-Album "Emerald Tears", und 1980 spielte er in "Derek Bailey`s Company Festival".
Nach einer Zeit der Krankheit spielte er Mitte der 80er einige erstklassige Alben bei ECM ein und tourte 1986 mit Albert Mangelsdorff, John Surman und Elvin Jones durch Europa. In den späten 80ern war er noch Gastmusiker beim "London Jazz Composers Orchestra". Die 90er brachten Alben wie "Ones All" mit Bill Frisell, Lee Konitz und Kenny Wheeler, sowie "Points Of View", "Thimar" und "Fascination Edition One".