Miles & Gil
Gil Evans (1912 - 1988)

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er als Arrangeur und Dirigent fungiert:
At Carnegie Hall
Ballads
Blue Miles
Ken Burns Jazz
Mellow Miles
Miles Ahead
Miles Davis & Gil Evans: Complete CBS Recordings
Porgy And Bess
Quiet Nights
Sketches Of Spain

Gil Evans wurde in Kanada am 13. Mai 1912 geboren. Evans gründete seine erste eigene Band 1933. In den 40er Jahren war er der Arrangeur für das Claude Thornhill Orchestra, welches ein bis dahin nie da gewesene Instrumentarium gebrauchte und eine Vielseitigkeit an tonalen Strukturen benutzte, das sich von allem unterschied, was je in einer Bigband geboten wurde.
Im Sommer 1948 trat Evans aus Thornhill´s Band aus. Er siedelte in eine enge Souterrainwohnung mitten in Manhattan in Hinterhof einer chinesischen Wäscherei in der West 55th Street. Schnell wurde dieser Ort zu einem beliebten Aufenthaltsort für moderne Jazzmusiker wie Charlie Parker, Miles Davis, Gerry Mulligan, und John Lewis. Die Diskussionen zwischen Evans und seinen Gästen waren vielleicht die Geburtshelfer für das Davis Nonett. Die Musik die dieses Nonett entwickelte, wurde später als "Birth Of The Cool" bezeichnet.
Im Mai 1957, fast neun Jahre nach ihrer letzten Zusammenarbeit, nahmen Evans und Miles Davis das von Kritikern hochgelobte Album "Miles Ahead", gefolgt von zwei anderen Klassikern "Porgy and Bess", und "Sketches of Spain" auf.
In den 60ern nahm er als Leader einige superbe und hoch schöpferische Alben auf. Anfang 1970 begann er mit seinem großem Ensemble regelmäßig wöchentlich in New Yorker Clubs zu spielen und füllte sein Ensemble mit All Star Musiker. 1983 arrangierte Evans verschiedene Stücke für Davis` "Star People" Album, und tourte in Japan mit seinem Orchester im Doppelprogramm mit Davis' Gruppe. Vor seinem Tod machte Gil Evans Aufnahmen mit seinem "Arranger´s Piano" im Duett mit Lee Konitz und Steve Lacy.
Gil Evans war einer der einflußreichsten Arrangeure der Jazzgeschichte und seine Alben die er mit Miles Davis aufnahm, zählen zu den wichtigsten Jazzaufnahmen aller Zeiten. Als brillanter Komponist, Orchesterleiter, und Arrangeur wird Gil Evans unauslöschlich als ein Meilenstein in der Entwicklung des Modern-Jazz gelten.
 
Gil Evans stirbt an Bauchfellentzündung am 20. März 1988.


 

Das Orchester

Julian "Cannonball" Adderley, 
Lee Konitz

alto sax

Paul Chambers, Ron Carter

bass

Danny Bank

bass clarinet

Willie Bobo

bongo

Bob Triscario, Fred Dutton, 
Jack Knitzer, Karl Porter

bassoon

Garvin Bushell

bassoon, c-bassoon

Eddie Caine, Sid Cooper

clarinet, flute

Arthur Taylor, Jimmy Cobb, 
Philly Joe Jones, Tony Williams

drums

Al Block, Hubert Laws

flute

Paul Horn

flute, alto flute, alto sax

Jerome Richardson, Phil Bodner

flute, alto flute, clarinet

Buddy Collette

flute, alto flute, tenor sax

Romeo Penque

flute, clarinet, bass clarinet, oboe

Ray Beckenstein

flute, reeds

Miles Davis

fluegelhorn

Arthur Maeba, Bill Hinshaw, 
Don Corrado, Earl Chapin, 
Gunther Schuller, Jimmy Buffington, 
Joe Singer, John Barrows, 
Julius Watkins, Ray Alonge, 
Richard Perissi, Tony Miranda, 
Willie Ruff

french horn

Joe Beck

guitar

Betty Glamann, Gloria Agostini, 
Janet Putnam, Marjorie Call

harp

Herb Bushler

hawaiian guitar

Lawrence Lucie

mandolin

Warren Smith

marimba, tympali

Gene Cipriano

oboe, alto flute, tenor sax

Harold Feldman

oboe, clarinet

Herbie Hancock, Wynton Kelly

piano

Bob Dorough

piano, vocal

Elvin Jones, Jose Manguel

percussion

Steve Lacy

soprano sax

Dick Hixon, Dick Leith, 
Frank Rehak, J. J. Johnson, 
Jimmy Cleveland, Joe Bennett, 
Tom Mitchell

trombone

Bernie Glow, Ernie Royal, Harold "Shorty" Baker, Johnny Carisi, Louis Mucci, Taft Jordan

trumpet

Bill Barber, Howard Johnson, Jimmy McAllister

tuba