Last Phase
Dave Liebman

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Another Bitches Brew
Berlin And Beyond
Dark Magus
En Concert Avec Olympia 1973
Get Up With It
Live 1970/1973
On The Corner
Panthalassa

David Liebman wurde am 4. September 1946 in Brooklyn, New York geboren. Sein Interesse am Jazz wurde geweckt, als er John Coltrane live in New York City Clubs wie Birdland, The Village Vanguard und The Half Note erlebte. Während der gesamten Highschool- und Collegezeit studierte Liebman Jazz mit Joe Allard, Lennie Tristano und Charles Lloyd.
Nachdem er einige Zeit mit der Gruppe "Ten Wheel Drive", eine der frühen Jazz-Fusion Bands, gespielt hatte, sicherte er sich die Saxophon/Flöten Position mit Elvin Jones. Innerhalb von zwei Jahren erreichte er den Höhepunkt seiner Lehrjahre, als Miles ihn anheuerte. Zu hören ist er auf den Miles Davis Scheiben "Another Bitches Brew", "Dark Magus", "Live 1970/1973", und
"Panthalassa".
Nach seiner Zeit mit Miles gründete Liebman 1974 "Lookout Farm", die erste von verschiedenen Gruppen wie auch 1980 "Quest" mit Pianist Richie Beirach. In den 80ern arbeitete er hauptsächlich mit dem Sopran-Sax, kehrte aber in den späten 90ern zum Tenor-Sax zurück und nahm ein Memorial-Album von Coltrane´s "Meditations" auf.
Liebman war stets sehr aktiv in der Jazz-Schulung, schrieb einige Bücher und fungierte als Künstlerischer Direktor an der International Association of Schools of Jazz.
Er nahm nahezu 75 CDs und Alben unter seiner eigenen Leitung und Co-Leitung sowie außerdem fast 150 weitere als Mitspieler mit den verschiedensten Musikern auf.


Marcus Miller

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Amandla
Essentiel Jazz: Miles Davis Vol.2
Fat Time
Siesta
Star People
This Is Jazz: Miles Davis Electric
Tutu
We Want Miles

Marcus Miller, geboren am 14. Juni 1959, ist sowohl ein begeisternder Bassist als auch ein erstaunlich talentierter Produzent.
Miller lernte im Jugendalter den Bass zu spielen, zuerst akustisch, später dann elektrisch. Er experimentierte in der New Yorker Soulszene, kam dann aber doch zum Jazz, wo er mit Flötist Bobbi Humphrey, Bebop-Piano-Legende Walter Bishop Jr., und Drummer Lenny White arbeitete.
Später erlernte er noch andere Instrumente wie Bass Klarinette und Keyboards. Im Alter von 21 Jahren spielte er bei Plattenaufnahmen für Bob James, Grover Washington Jr., Roberta Flack, und Aretha Franklin. 1980 trat er der Gruppe von Miles Davis bei, blieb aber nur zwei Jahre, um mit David Sanborn verschieden Alben aufzunehmen. Die zweite und wichtigere Periode mit Miles begann 1986, als er mittlerweile fast jedes Instrument beherrschte. Er schrieb die meisten Tracks auf den Alben "Tutu", "Siesta", und "Amandla", und ist außerdem auf "Fat Time", "Star People", und "We Want Miles" zu hören.
1986 produzierte er sein zweites Album "Marcus Miller". Außerdem tat er sich wieder mit Drummer Lenny White zusammen und gründete mit ihm die Electric-Funk Band The Jamaica Boys. 1991 gewann Marcus einen Grammy für den besten R&B Song: "Power Of Love/Love Power" einen Song, den er zusammen mit Teddy Vann und Luther Vandross schrieb.
In dem vergangenen Jahrzehnt produzierte Miller Alben für Luther Vandross, Al Jarreau, und The Crusaders, als Bassist machte er Aufnahmen mit Davis, Sanborn, Vandross, Joe Sample, McCoy Tyner, Jackie McLean, Grover Washington Jr., Aretha Franklin und Roberta Flack. Miller komponierte auch verschiedene Soundtracks zu Filmen wie "Lowdown Dirty Shame" mit Keenan Ivory Wayans, "Boomerang" mit Eddie Murphy, "Above the Rim" und "Siesta".


Kenny Garrett

Foto: Werner Möller
www.jazz-gallery.com

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Amandla
Dingo
Greek Theater `88
King Of Trumpets
Live Around The World
Live-Miles Davis in Avignon
Miles & Quincy Live At Montreux
Miles 1989
Schwanengesang
Time After Time

Geboren am 9. Oktober 1960 in Detroit, Michigan, begann Kennys musikalische Erziehung quasi von Geburt an. Sein Vater war Tenor-Saxophonist und so hörte er von klein auf zu Hause Jazz. Er entdeckte während der Highschool Zeit Charlie Parker und John Coltrane, und obwohl er 1978 bereit zum Studium war, schloss er sich dem Duke Ellington Orchester an, das von Mercer, dem Sohn des Duke geleitet wurde. Hier blieb er für die nächsten dreieinhalb Jahre.
1982 zog er nach New York und arbeitete mit dem Mel Lewis Orchestra, das die Musik von Thad Jones, und mit Dannie Richmond´s Quintett, welches den Sound von Charles Mingus interpretierte. 1985 war ein Wendepunkt in Garrett´s Karriere, als er mit Art Blakey´s Jazz Messengers, Trompeter Woody Shaw und Freddie Hubbard spielte.
Ein Jahr später hörte er, daß Miles Davis einen neuen Alto-Player suchte und schickte Miles ein Tape. Nach einigen Telefongesprächen war er engagiert. Für die nächsten fünf Jahre spielte er mit Miles und ist auf verschiedenen Alben zu hören.
Nach seiner Zeit mit Davis machte Garrett sein erstes Solo Album, "Introducing Kenny Garrett", für Criss Cross Records, dann folgten zwei schöne Alben für Atlantic: "Prisoner of Love" und "African Exchange Student". Gleichzeitig machte er Aufnahnen mit Musikern wie Donald Byrd, Freddie Hubbard, Mulgrew Miller, Cedar Walton, oder Wallace Roney. So ist Kenny Garrett auf über 100 Scheiben zu hören. Ende der 90er führte Garrett sein eigenes Quartett und nahm vier CDs für Warner Bros auf, einschließlich dem von Kritikern lobend erwänten "Pursuance: The Music of John Coltrane".


Foley

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Amandla
Dingo
Greek Theater `88
King Of Trumpets
Live Around The World
Live-Miles Davis in Avignon
Miles 1989
Prince: Miles From The Park
Schwanengesang
Time After Time

Habe keine gute Biografie des Gitarristen gefunden. Seine von ihm selbst verfasste und eine Disco des Künstlers ist auf seiner eigenen WebPage zu bewundern: http://www.smartalecmusic.com .
Er ist am 06. November 19?? in Columbus, Ohio, geboren und spielte in den Jahren 1987 - 1991 in Miles Band Gitarre. Miles nannte ihn "mein Lead-Bass-Player" und mochte den Rock/Funk Sound von Foley.
Mike Zwerin schrieb 1998:
"... Sein erstes eigenes Album hieß "New Directions in Smart-Alec Music" und erschien bei Motown.
In seiner Heimatsstadt spielte er Bassgitarre in Rock-, Funk- und Jazzbands in Clubs, Bars und Hotelhallen .
Foley verschickte Demobänder von sich an alle möglichen Leute und eines erreichte Miles' Produzenten und Arrangeur Marcus Miller. Gerade als dieser in seinem Haus in Malibu das Band hörte rief zufällig Miles Davis an.
"Was hörst Du gerade?" fragte Miles. "Eine Katze namens Foley aus Columbus. Ein Niemand aus Nirgendwo". "Laß es mich mal hören" sagte Miles. Miller hielt den Hörer näher an den Verstärker. Miles bat daraufhin um Foley`s Telefonnummer und rief ihn gleich an um ihn zu fragen, ob er Montag zu Proben kommen könne. Foley erinnert sich an diesen Tag nur zu gut, es war der 17. April 1987 - guter Freitag.

In Miles Band Pflegte Foley das, was Miles als "Lead-Bass" bezeichnete. Niemand tat dies vorher und war auch für Foley Neuland. Er konnte sich diesbezüglich nichts konkretes vorstellen und der "Prince of Silence" redete nicht viel. 
Eines Abends flüsterte Miles ihm ins Ohr: "Play half". 
Und Foley meinte: "Say what?"
"Play half," wiederholte Miles.
"Half what?" fragte Foley.
Er wußte natürlich von Miles Motto: "Weniger ist mehr" und "Small is beautiful" und man nannte Miles nicht umsonst "The Prince of Silence". Aber wie sollte er dies bewerkstelligen? Halb so viel?, halb so lang?, halb so laut?, oder sollte er nur halbe Noten spielen?
"Play half" war wie damals, als Miles zu Coltrane sagte, er solle doch einfach sein Horn aus dem Mund nehmen, bezüglich Johns überlangen Solos. Pausen definieren. Half.

Jetzt zurückblickend sagte Foley: Zu schade, dass ich nie mehr mit Miles reden kann. Ich vermisse ihn wirklich.


John Scofield

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
A Portrait Of Miles Davis
Decoy
Essentiel Jazz: Miles Davis Vol.2
Lovesongs
Miles Davis Ballads
Miles Under Arrest Live 1985
Siesta
Star People
The Best Live
You `re Under Arrest

Scofield wurde am 26. Dezember 1951, in Ohio, USA geboren und besuchte in den frühen 70ern das angesehene "Berklee College Of Music" in Boston. Er machte Aufnahmen mit Gerry Mulligan und Chet Baker und sprang kurze Zeit später auf eine Einladung Billy Cobhams hin in dessen Band ein und ersetzte dort John Abercrombie. Nachfolgend spielte er mit Charles Mingus, Gary Burton und Dave Liebman. Seine frühen Solo-Alben wie "Shinola" formten seinen einziartigen Stil, an den man ihn gleich erkennt. Zwischen 1983 und 1985 war er Mitglied in Miles' Band und spielte mit bei den Alben "Decoy", You`re Under Arrest".
Mitte der 80er spielte John mit McCoy Tyner, Marc Johnson und dem Französischem National Orchester. Die Alben "Electric Outlet", "Still Warm" und "Guitar Player" repräsentieren den cremigen Sound, den Scofield sich in den Jahren angeeignet hat. Das von den Kritikern geliebte Album "Time On My Hands" gilt für manche als "DAS" Jazz-Album 1990. Sein Zusammenspiel mit Charlie Haden am Bass und Jack DeJohnette an den Drums war phantasievoll und erhabend. Viele Alben folgten bis heute, wobei "A Go Go" aus dem Jahre 1998 wieder einmal ein Sahnestückchen ist.


Al Foster

 

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Agharta
Amandla
Another Bitches Brew
Dark Magus
Decoy
In Concert
Pangaea
The Man With The Horn
We Want Miles
You `re Under Arrest

Al wurde als Aloysius Foster am 18. Januar 1944 in Richmond, Virginia, USA geboren, und bekam im Alter von 10 Jahren ein Schlagzeug geschenkt. 10 Jahre später spielte er mit Blue Mitchell, und als er Ende 1969 mit dem "Earl May Quartet" im Cellar Club die Drums bearbeitete, wurde Miles auf ihn aufmerksam und es folgte eine dreijährige fruchtbare Zeit mit der Davis Group. 
Nach Miles Comeback 1980 stand er auch wieder bereit und begleitete Miles die nächsten 5 Jahre. Al hatte auch seine eigenen Formationen mit Musikern wie Charlie Haden, Joe Henderson und David Liebman.


Kei Akagi

Foto: Werner Möller
www.jazz-gallery.com

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Dingo

Highlights Complete Miles Davis At Montreux

King Of Trumpets

Live Around The World

Miles 1989

Miles In Montreux

Miles In Paris

Sing In Singen

The Gate Of Heaven

Time After Time

Kei Akagi - wurde am 16. März 1953 in Sendai, Japan geboren. Er verbrachte seine Kindheit in Cleveland, Ohio, wo er an der Cleveland Music School Settlement Piano und Musik-Theorie studierte. 
Nach einem mit dem Doktortitel abgeschlossenen Studium der Philosophie und als Komponist kehrte er im Alter von 25 Jahren zur Musik zurück.
Er begann in Bands von Blue Mitchell und Art Pepper sowie Eddie Harris. 1979 bis in den 80-ern spielte er in einer lokalen Band, gegründet von Airto Moreira und Flora Purim.
1989 begann er in Miles Band zu spielen. "Ich hatte seine Musik für lange zeit studiert und hatte gleich das Gefühl, eine musikalische Verwandschaft mit ihm zu haben. Miles hatte mich schon vollkommen beeinflusst, bevor ich der Band beitrat. Ich wußte auf Anhieb, was ich in der Gruppe zu tun hatte. In den zwei Jahren mit Miles verstärkten sich gewisse musikalische Ideen, die ich schon immer hatte. Was immer Du auch spielst, Du mußt Dein eigenes Ding durchziehen. Miles blickte nie zurück. Und das ist für mich die Essenz die Jazz sein sollte."
Kei hatte Auftritte und Studioaufnahmen mit : Stanley Turrentine, Al DiMeola, Airto Moreira, Freddie Hubbard, Ron Carter, Charlie Haden, James Newton, Joe Farrell, Flora Purim, Art Pepper, Blue Mitchell, Charnett Moffett, Kazumi Watanabe, Tom Harrell, Bobby Shew, Eddie Harris, Slide Hampton, Steve Turre, Robin Eubanks, Jeff Watts, Sadao Watanabe, Jean-Luc Ponty, Allan Holdsworth und vielen anderen.
Als Solo Künstler nahm er 6 CDs auf, inklusive "Mirror Puzzle" (1994) die einen Kritikerpreis gewann. Die 1998 Alben "New Smiles and Traveled Miles", sind sein Tribut an Miles Davis.