Zweites Quintett
Wayne Shorter

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
1969Miles - Festiva De Juan Pins
All Blues
Big Fun
Bitches Brew
Circle In The Round
E.S.P.
Filles De Kilimanjaro
His Greatest Concert Ever
In A Silent Way
The Complete Live At The Plugged Nickel 1965

Geboren in Newark, New Jersey am 25. August 1933, wurde Wayne Shorter als Mitglied von Art Blakey´s Jazz Messengers in der Zeit von 1959-1963 berühmt. In dieser Zeit entwickelte er sich zum "musikalischen Direktor" und seine Kompositionen und Arrangements sowie sein charakteristischer Tenor-Sax Sound eroberten die Ohren der Musiker und Hörer gleichermaßen. Sein Ton, seine Ideen, die Leichtigkeit seines Sounds waren einzigartig, und hob sich von dem gedrängtem Feld junger Tenor-Sax Spieler ab.
Von 1964 bis 1970 war Wayne Shorter ein Mitglied von Miles Davis’ großem zweiten Quintetts. Shorter´s Beitrag war ein Angelpunkt in der Davis Gruppe, die sich anstellte, die Parameter des Jazz in eine neue harmonische und rhythmische Richtung zu erweitern.
Aufregender Beweis von Shorter´s Rolle als Improvisator in der Davis Überlegenheit ist dokumentiert auf "Miles Davis: The Complete Live at the Plugged Nickel 1965" sowie in den Studioaufnahmen der Band. Sie enthalten Shorter Kompositionen wie "E.S.P.", "Iris", "Orbits", "Footprints", "Dolores", "Limbo", "Vonetta", "Prince Of Darkness", "Masqualero", "Nefertiti", "Fall", "Pinocchio", "Paraphernalia" und "Sanctuary".
1968 waren Davis und Shorter an vorderster Front der Fusion-Bewegung, die mit Rockelementen arbeitete. Der Saxophonist arbeitete außerdem entscheidend bei den bahnbrechenden Alben "In A Silent Way"   und "Bitches Brew" mit.
Shorter verließ Miles 1969. In den folgenden Jahren bildete er mit dem Keyboarder Josef Zawinul die Formation Weather Report, die berühmte Gruppe, die Jazz-Rock-Fusion populär machte.
Seine Zusammenarbeit mit Sänger Milton Nascimento 1974, "Native Dancer" gab der Musik Shorters einen brasilianischen Touch. 1976 tourte er mit seinem alten Gefährten Miles in der V.S.O.P.-Formation und nahm ein Live Album auf, "The Quintet", diesmal aber mit Freddie Hubbard an der Trompete. 1992 spielten sie noch einmal in dieser Besetzung. Wayne wirkte auch an dem Film "`Round Midnight" von 1986 mit.


Ron Carter

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
All Blues
Big Fun
Circle In The Round
E.S.P.
Miles Smiles
No Blues
Seven Steps To Heaven
Sorcerer
The Complete Live At The Plugged Nickel 1965

Geboren am 4. Mai 1937 in Ferndale, Michigan, studierte Ron Carter an der Eastman und Manhattan Schools of Music, hatte einige Auftritte mit Chico Hamilton und Eric Dolphy, und jammte in Sessions mit Cannonball, Randy Weston und Jake Beard. Es dauerte bis 1963, als er bei Miles eintrat, bis er international bekannt wurde. Obwohl seitdem fast 40 Jahre vergangen sind, bleibt er einer der größten Bassisten aller Zeiten.
In Miles 60er Quintett Rhythmus Sektion, bewies Carter, dass er ein brillanter rhythmischer und melodischer Spieler war.
Nachdem Miles die elektrische Richtung einschlug, verließ Carter die Gruppe 1968, als Champion auf dem akustischen Bass. Zusätzlich zu seinen eigenen Aufnahmen mit seinen Bands bei den Labeln Milestone und Blue Note, spielte Ron Carter auf zahllosen Aufnahmen seit er Miles verlassen hatte. Er konnte exakt das spielen, was gerade gebraucht wurde, zupfte nicht zuviel und nicht zu wenig. Carter konnte in jeder musikalischen Situation mitmischen: von Solos über Duos zu Trios, in der klassischen Musik, im Jazz, und sogar mit Rappern.


Herbie Hancock

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
A Rare Home Town Appearance
A Tribute To Jack Johnson
All Blues
Big Fun
Circle In The Round
E.S.P.
Filles De Kilimanjaro
Get Up With It
In A Silent Way
Live - Evil

Herbie Hancock wurde am 12. April 1940 in Chicago, Illinois geboren. Er war ein musikalisches Wunderkind am Piano und siedelte 1960 nach New York und arbeitet mit Donald Byrd. Der Trompeter galt als der Pate für sein Blue Note Debut als Leader 1963, "Takin’ Off". Byrd empfahl ihn auch Miles und in diesem Jahr wurde er Mitglied des klassischen Davis Quintett in den 60ern.
Herbie war auch Teil des Blue Note Records Repertoire, mit Leuten wie Lee Morgan, Wayne Shorter, Bobby Hutcherson, Billy Higgins, und Tony Williams, in deren Aufnahmen regelmäßig mit modalen, freien Rhythmen und Tonfarben experimentiert wurde.
Eines der letzten Alben, das er mit Miles Gruppe aufnahm war "Miles In the Sky", welches seine erste Aufnahme mit dem Elektrischen Piano darstellte. Die später entstandenen Davis Aufnahmen "Filles De Kilimanjaro", "In A Silent Way" und "Bitches Brew", waren die Geburt einer neuen Jazz Bewegung. Sie wurde Fusion oder Jazz-Rock genannt, welcher elektrische Instrumente und Rockrhythmen benutzte. 1968 verließ Hancock Miles und 1973 wurde sein Album "Chameleon" eine Million mal verkauft.
1983 war ein weiteres Top-Jahr in seiner Karriere, als er mit dem Album "Future Shock" die R&B und Dance Charts führte. Dieses Album bescherte ihm einen Grammy für das beste R&B Instrumentalstück und fünf MTV Preise für sein Video.
Er ist bis heute einer der wichtigsten Jazzpianisten, seine Konzerte sind fast immer ausverkauft.


Tony Williams 
(1945 - 1997)

Albumbeispiel

Einige Miles CDs, auf denen er zu hören ist:
Circle In The Round
E.S.P.
Filles De Kilimanjaro
Miles Davis Quintet 1965 - '68
Miles In Antibes
Miles In Berlin
Miles In The Sky
Miles In Tokyo
My Funny Valentine
Nefertiti

Tony Williams, geboren am 12. Dezember 1945 in Chicago, Illinois, war ein Wunderkind. Jackie McLean entdeckte den jungen Drummer in Boston, und nahm den 16 Jahre jungen Tony mit nach New York. Einige Monate später wurde Miles auf den 17 Jahre jungen Virtuosen aufmerksam und stellte ihn ein. Die Gruppe aus Davis, Williams, Saxophonist Wayne Shorter, Pianist Herbie Hancock, und Bassist Ron Carter sollte eines der außergewöhnlichsten Jazz Quintetts der Jazzgeschichte werden.
Als Miles die Fusion-Linie einschlug, spielte Williams noch bei "In A Silent Way" mit, verließ aber kurz danach die Band, um seine eigene Gruppe zu gründen: Lifetime, ein frühes Electric-Jazz-Rock-Trio mit dem Gitarristen John McLaughlin, das drei Jahre zusammen arbeitete.
In dem nächsten Vierteljahrhundert machte er fortwährend Aufnahmen und Gigs mit seinen eigenen Bands. Er komponierte und spielte auch in dem berühmten Jazz Quintett V.S.O.P., dessen Mitglieder Freddie Hubbard und Wynton Marsalis waren, spielte in Trios mit Ron Carter und Hank Jones und tourte mit Sonny Rollins. 1985 leistete er Beiträge zu dem Film 'Round Midnight.
Tony Williams starb 1997 an einer Herzattacke nach einer Gallenblasenoperation und sein Tod war ein großer Schock in der Jazzwelt.